von Roswitha Weber

Abb. 1: Projektergebnisse in einer Ausstellung
dargestellt; Denkmaltag 2007

Spannung und Neugier zeigen sich in den Augen der SchülerInnen Klassenstufe 3/4, wenn man als Lehrer oder Experte zu einem Lerngang startet! Das Thema „Unser Ort“ bietet sich an, in dieser Altersstufe das räumliche und geschichtliche Verständnis anzubahnen und zu fördern. Es ist Voraussetzung dafür, sich später in der Natur, beim Reisen, Lesen oder im Beruf orientieren zu können.

Man beginnt mit dem Blick aus dem Klassenzimmer, dem Bestimmen der Himmelsrichtungen. Es folgt das zeichnerische Umsetzen und in - Worte- fassen dessen, was man sieht. Weiterhin lernen die Kinder die Kartensymbole, z.B. für Wald, Wiese, Straßen, Flüsse, den Verlauf ihres Schulweges aus den Neubaugebieten. Zusammenfassend gesagt bedeutet es Erfolg, wenn die SchülerInnen dann nach einiger Zeit auf dem Stadtplan die Form der Altstadt erkennen.

Weiterlesen: Denk-mal! Begegnung mit Geschichte im Grundschulalter

 

Im Verwaltungsbereich steht den Kindern ein sogenannter „Kummerkasten“ zur Verfügung, indem sie Mitteilungen einwerfen können, die ihnen am Herzen liegen. Der Kummerkasten wird von unserer Beratungslehrerin Denise Rogalski und dem Schulsozialarbeiter Christoph Meybrunn betreut. Beide kümmern sich um die Anliegen der Kinder und gehen gegebenenfalls auf die Kinder zu.

 

 

Wir wollen uns alle in der Schule wohl fühlen und gut miteinander leben, damit jeder nach seinem Können gut lernen kann. So haben wir unseren gemeinsamen Weg in der Schule besonders mit Regeln beschrieben für mehr Rücksichtnahme, mehr Ruhe und mehr Frieden. Die Vorstellung von einer Gruppe von Matrosen auf einem Schiff haben wir übertragen auf uns, einer Gruppe von Schülern und Lehrern in unserer Schule:

Wir halten als Mannschaft zusammen, es gibt Aufgaben und Regeln, es gibt Stürme und hohe Wellen, es gibt sonnige und ruhige Tage, jeder hilft mit für unser gemeinsames Ziel, den Hafen zu erreichen. Dieses Bild ist unsere Titel- und Umschlagseite geworden vom „Kompassheft“, unter einem leuchtenden bunten Zeichen, dem Regenbogen. Unser Kompassheft führt jeder Schüler unserer Schule über vier Schuljahre. Unsere wichtigen Regeln für ein friedvolles Miteinander, Erlebnisse und besondere Tage in der Grundschulzeit, gemeinsame Schultage mit allen Schülern ( z.B. Schulfeste, Friedenstag/ Inge-Auerbacher Tag ) und persönliche Worte innerhalb der Klasse sollen im Kompassheft festgehalten werden. So wird das Kompassheft ein Wegweiser aus der Grundschulzeit heraus ins Leben.

Unsere gemeinsamen Gottesdienste zu Beginn jeden Schuljahres knüpfen immer wieder neu an unser Titelbild des Kompassheftes an: Wir wollen als Matrosenmannschaft auf unserem Schulschiff fahren unter dem Zeichen des Regenbogens.

Julia Brandts (ehemalige Kollegin)

 

 

Ein Schwerpunkt unserer Schule ist eine positive Lernatmosphäre im Klassenzimmer zu schaffen.  Nur wer sich sicher und wohl fühlt, kann auch gut lernen.
Deshalb bedienen wir uns einer Methode zum Feedback geben, der sogenannte „Wochenkreis“ oder „Herzchenkreis“.
Dabei haben die Kinder die Möglichkeit, 3 verschiedene Kärtchen anderen Kindern hinzulegen. Die Kärtchen haben folgende Bedeutung:

Die Herzchenkarte wird gelegt, wenn man dem anderen Kind etwas Nettes rückmelden will. Häufige Aussagen sind z.B.
„Ich mag dich.“
„Schön, dass wir heute in der Pause gespielt haben.“
„Ich sitze gerne neben dir,“
„Mir gefällt dein neuer Pullover.“
„Danke, dass du mir geholfen hast.“

Die Stoppkarte bedeutet: Du hast etwas gemacht, was ich nicht möchte, und ich wünsche mir von dir, dass du …..tust.

Mit der  Entschuldigungskarte können sich Kinder für gelegte Stoppkarten entschuldigen, aber auch für andere Dinge, die ihnen auf dem Herzen liegen.

Die Kinder, die eine Karte gelegt bekommen, dürfen nichts dazu sagen. Erst wenn alle Karten gelegt wurden und ein Konflikt nicht gelöst werden konnte, kann die Lehrkraft, die nur moderierende Funktion hat und nicht aktiv am Kreis teilnimmt, noch klärende Gespräche führen.
Es gibt zahlreiche Varianten des Wochenkreises, das zentrale Thema ist  jedoch, dass die Kinder lernen, sich zu äußern und Dinge zu regeln, die Ihnen wichtig sind, damit sie gut lernen können.
Dabei liegt der Schwerpunkt in der positiven Verstärkung, indem immer mehrere Herzchenkarten gelegt werden dürfen, aber nur 1 Stoppkarte pro Person.
Der Wochenkreis ist bei den Kindern sehr beliebt und wird auch von Ihnen eingefordert, sollte er mal ausfallen.

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