In Kenzingen gingen die Grundschule und die Stadtkapelle eine Kooperation ein (Breisgauer Wochenbericht vom 28.12.2016)

In Kenzingen gingen die Kenzingen. Immer häufiger liegt in Klassenzimmern Blasmusik in der Luft. Auch die Grundschule nutzt ein Angebot der Stadtkapelle als Kooperationspartner für eine Bläserklasse. Bei der Weihnachtsfeier wurde im Beisein des Präsidenten des Oberbadischen Blasmusikverbands, Harald Bobeth, ein entsprechender Kontrakt unterschrieben.

Birgit Beck und Bernd Rein unterzeichnetenden Kooperationsvertrag.


Der Rahmen hätte nicht besser gewählt werden können. Die Grundschüler versammelten sich alle in der alten Turn- und Festhalle, um sich am letzten Schultag des Jahres bei einem kleinen Fest in die Weihnachtsferien zu verabschieden. Ein essenzieller Bestandteil der Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen ist die Musik. Für Kinder bleibt heutzutage neben der schulischen Bildung kaum noch Zeit für ein Hobby. Unterrichtsstoff muss bewältigt werden und anfallende Klassenarbeiten bedürfen eines hohen Zeitaufwands hinsichtlich der Lernvorbereitung. Grundschüler sollen aber die Chance wahrnehmen können, Musik als Lebenszeitgestaltung wahrzunehmen und auszufüllen. Die Stadtkapelle hat sich dieses Ansinnen zu eigen gemacht, dass ein musikalisches Hobby erlernt werden kann, ohne zusätzlichen Stress.

Mit Brief und Siegel zertifiziert
Die Bläserklasse war geboren und wird seit mehr als einem Jahr praktiziert – jetzt mit Brief und Siegel zertifiziert. Eine Win-win-Situation, so sehen es Grundschulrektorin Birgit Beck und Bernd Rein, Vorsitzender der Stadtkapelle. Der Organisationsaufwand mit Instrumenten und Notenbeschaffung wäre für den Schulkörper immens. Der Brückenschlag mit der Kapelle ist effizient, freilich mit Eigennutz für die Nachwuchsförderung des Vereins, der bei entsprechendem Interesse und Neigung seinen Nachwuchs gezielt  stärken kann, wie Rein ausführte. Ein paar Modalitäten sind von nöten. Grundsätzlich kann jedes Kind in der Bläsergruppe aufgenommen werden. Vorkenntnisse sind keine nötig. Eine Stunde Orchesterunterricht in der Woche steht für die Freiwilligen auf dem Stundenplan. Das Lieblingsinstrument kann ausgeliehen werden. Der Unterricht wird von den Musikpädagogen Sybille Schlenker und Franz Schindler zeitgleich erteilt. Die Dritt- und Viertklässler werden getrennt ausgebildet. Dann entscheidet jeder, ob er seine „Karriere“ bei der Stadtkapelle im Jugendblasorchester fortsetzen will oder nicht.

Hobby steht auf dem Stundenplan
Das Projekt gefällt. Die Anmel- dungen sind vielversprechend. Die Verbindung von Hobby und Schule ist eine Spaß bereitende Freizeitbeschäftigung, gleichzeitig wird die Tätigkeit aber in den Unterricht ein gebunden. 12,50 Euro pro Schüler sind im Monat für diesen musikalischen Service zu entrichten. Nach der Unterzeichnung des Ausbildungsvertrags zeigten sich alle Vertragspartner zufrieden. Es sei wichtig, dass Schule und Verein enger zusammenrücken. Damit werden Zeiträume ermöglicht, um sich einem Hobby zu widmen, so Blasmusikverbands-Präsident Harald Bobeth. Birgit Beck dankte den Verantwortlichen der Stadtkapelle für ihre bisherige und zukünftige Arbeit im musischen Bereich. Bernd Rein ermutigte die Eltern, jetzt den ersten Schritt für ihre Zöglinge einzuleiten und zitierte abschließend den Deutschen Musikrat, der von Mehrwert an musikalischer Bildung“ sprach. Werner Schnabl
 

 

 

           Seit dem Schuljahr 16/17 hat die Grundschule Kenzingen
ihren ersten Schulplaner. Als ganzjähriges Hausaufgaben- und
Mitteilungsheft mit vielen hilfreichen Informationen dient er der
gegenseitigen Rückmeldung zwischen Elternhaus und Schule.

 

Grundschule Kenzingen macht mit beim Leserabe-Projekt.

KENZINGEN (rsz). Seit zehn Jahren schon gibt es an Grundschulen das Leseraben-Spiel der Stiftung Lesen, seit acht Jahren kommen Erst- und Zweitklässler der Grundschule Kenzingen regelmäßig in den Genuss des lustigen Rätsel-Lesespiels. Doch die Leserabengeschichten machen den Kindern nicht nur jede Menge Spaß, sie fördern ganz nebenbei die Lesefreude und Lesemotivation, verbessern die Sprachentwicklung und die Lese- und Schreibfähigkeit. Außerdem tut das gemeinsame Rätseln auch der Klassengemeinschaft gut. Die spielerische Leseförderungskampagne für Erstleser wird von der Stiftung Lesen gemeinsam mit dem Ravensburger Buchverlag und dem Mildenberger Verlag ausgeschrieben.

Leserabe-Projekt in der Klasse 2 c von Gisa Moravek. Foto: Ruth Seitz

         Am Montagmorgen ist es in der Klasse 2c von Gisa Moravek an der Kenzinger Grundschule mucksmäuschenstill, als Maja und Anna-Lena ihre Stühle vor die Tafel stellen. Die beiden sind konzentriert, lesen ihre Geschichte laut und deutlich vor, während ihre Mitschüler genauso konzentriert und gespannt zuhören. Lehrerin Gisa Moravek achtet darauf, wie die Schüler das Gelesene betonen, ob sie flüssig lesen oder eher stockend, weil sie den Text nicht ganz verstanden haben oder ob sie beim Lesen noch etwas Unterstützung brauchen.

Seit acht Jahren nimmt Gisa Moravek mit ihren Grundschulklassen an den Leseraben-Geschichtenspielen teil und ist, genau wie ihre Schüler, mit Freude bei der Sache. Sie mag die Geschichten und das Rätseln wie ihre Schüler und sie kann als Lehrerin jede Menge Lesekompetenz aus den Vorträgen ableiten, betont sie. Klassen, die sich für die Leseraben-Geschichten anmelden, bekommen von der Stiftung Lesen ein Leseheft mit Rätselfragen, ein Spielplakat mit Stickern zu jedem Kapitel und Informationen für die Lehrer.

Zehn Minuten pro Tag kommen die Leseraben-Geschichten in die 2c geflattert. Nachdem jeweils zwei Schüler vorgelesen haben, fragen sie die anderen Schüler, wie ihr Lesevortrag war. Maja und Anna-Lena bekommen viel Lob., auch von Gisa Moravek. Die beiden strahlen. Dann dürfen sie die Rätselfragen stellen, alle Schüler wollen antworten. Die richtige Lösung ist schnell gefunden, der Buchstabe in den Lösungssatz eingefügt und der Sticker an die richtige Stelle geklebt.

Der Lösungssatz wird eingeschickt und mit etwas Glück gewinnen die teilnehmenden Klassen umfangreiche Spiele- und Lesepakete. Außerdem besteht die Möglichkeit, an einem Scheib- und Kreativwettbewerb teilzunehmen.

Jährlich bestellen rund 10 000 Klassen das Materialpaket mit den Leseraben-Geschichten. Rund 250 000 Kinder lesen und rätseln dann im Unterricht. Seit 2007 haben nach Angaben des Verlags und der Stiftung Lesen rund 2,5 Millionen Schüler am Leseraben-Geschichten-Spiel teilgenommen.

Dass die Jungen und Mädchen durch die Geschichten Spaß und Freude am Lesen bekommen, steht außer Frage. In der Klasse 2c greift jedes Kind jeden Tag zum Buch. Viele von ihnen lesen vor dem Schlafengehen, erzählen sie – oder einfach, wenn sie Zeit haben.Zehn Minuten pro Tag kommen die Leseraben-Geschichten in die 2c geflattert. Nachdem jeweils zwei Schüler vorgelesen haben, fragen sie die anderen Schüler, wie ihr Lesevortrag war. Maja und Anna-Lena bekommen viel Lob., auch von Gisa Moravek. Die beiden strahlen. Dann dürfen sie die Rätselfragen stellen, alle Schüler wollen antworten. Die richtige Lösung ist schnell gefunden, der Buchstabe in den Lösungssatz eingefügt und der Sticker an die richtige Stelle geklebt.

Der Lösungssatz wird eingeschickt und mit etwas Glück gewinnen die teilnehmenden Klassen umfangreiche Spiele- und Lesepakete. Außerdem besteht die Möglichkeit, an einem Scheib- und Kreativwettbewerb teilzunehmen.
Jährlich bestellen rund 10 000 Klassen das Materialpaket mit den Leseraben-Geschichten. Rund 250 000 Kinder lesen und rätseln dann im Unterricht. Seit 2007 haben nach Angaben des Verlags und der Stiftung Lesen rund 2,5 Millionen Schüler am Leseraben-Geschichten-Spiel teilgenommen.
Dass die Jungen und Mädchen durch die Geschichten Spaß und Freude am Lesen bekommen, steht außer Frage. In der Klasse 2c greift jedes Kind jeden Tag zum Buch. Viele von ihnen lesen vor dem Schlafengehen, erzählen sie – oder einfach, wenn sie Zeit haben.

 

Die Kenzinger Grundschule präsentierte sich beim Schulfest mit einer Weltreise multikulturell.

KENZINGEN (BZ vom 14.06.2016). "Bunt wie ein Regenbogen" lautete das Motto der Grundschule Kenzingen für das Sommerfest. In der vollbesetzten alten Turn- und Festhalle führte die Theater-AG zusammen mit mehreren Klassen das Stück "Weltreise" auf. Spielerisch wurden Situationen von Zu- und Auswanderern in allen Herren Länder vergegenwärtigt.
Es begann mit einem Paukenschlag. Die Bläserklasse unter der Leitung von Sybille Schlenker oblag der tönende Prolog. 23 Kinder der dritten Klassen übten erst seit acht Monaten in Kooperation mit der Stadtkapelle. Mit dem bei einem Wertungsspiel errungen Prädikat "sehr gut" war es der erste große Auftritt vor so viel Publikum. Eine besondere Gabe wurde Bernhard Haßler-Lotzwi nachgesagt, der Kindern auch leise Töne und das in verschiedenen Sprachen beibringen kann, so Birgit Beck in ihrer Begrüßung. Der Schulchor sang zwei Stücke: "Der Freund" und "Dust in the wind".

Die Schulleiterin freute sich über die Vielzahl an Gästen. Es zeige deutlich, dass die Arbeit mit den Kindern wertgeschätzt werde. Bunt wie ein Regenbogen ist auch die Schulgemeinschaft. Kinder aus über 20 Ländern, von Palästina bis Vietnam, werden hier unterrichtet. Mehrere Arbeitsgemeinschaften stellten verschiedene Projekte vor. Ein Geschicklichkeitsparcours musste auf dem Schulhof gemeistert werden. Die zweiten Klassen bemalten Zaunlatten und begaben sich auf Schatzsuche. Der Vorhang für das Socken-Puppentheater ging gleich zweimal auf. Vorgestellt wurden auch alte Handwerksarbeiten wie Weben und Filzen. Akrobatik mit menschlichem Pyramidenaufbau bot die Klasse 3c. Laut ging’s bei der Zaubershow zu, ein Stockwerk höher im "Raum der Stille" das Kontrastprogramm.

"Ein Schulfest dieser Größenordnung ist keine Selbstverständlichkeit", lobte Bürgermeister Matthias Guderjan. Der Umzug vom heutigen Kinderhaus in die Räume der früheren Werkrealschule ging ohne größere Probleme vonstatten. Noch in diesem Jahr werden neue Fenster eingesetzt, versprach der Rathauschef.

Dann stach die "Theater Doria" mit wertvoller Fracht in See. Einmal stürmisch, dann wieder in ruhigeren Gewässern legte das Luxusschiff in Amerika an. Hier sollen nach dem Ersten Weltkrieg 90 000 Badenser eine Bleibe gefunden haben, klärte die Besatzung auf. Afrika und die Antarktis waren die nächsten Ziele. Bei jedem Landgang klärte eine Grundschulklasse über geographische Besonderheiten und den dort lebenden Menschen auf. Natürlich durfte in China der Feuerdrache nicht fehlen. Nach Russland, mit seiner unendlichen Weite, klang "In 30 Minuten um die Welt" auf der iberischen Halbinsel aus. Spaniens eitler Sonnenschein, vermengt mit dem drohenden Regen über Kenzingen ergaben ideale Voraussetzungen für einen Regenbogen. Doch das Wetter hielt, Elternbeirat und Förderverein waren mit dem getätigten Umsatz hoch zufrieden.

Gebannt und aufmerksam lauschten die Kenzinger Grundschüler den Geschichten von Märchenerzählerin Alex Kuttruff. Foto: Privat

       
KENZINGEN (BZ vom 11.06.2016).
In der Lesewoche vom 30. Mai bis zum 3. Juni war an der Grundschule Kenzingen auch eine Märchenerzählerin zu Gast: Alex Kuttruff. In jeder Klassenstufe wurden zwei unterschiedliche Märchen erzählt, die sie auch geschrieben hatte.

Die ersten und zweiten Klassen horten die Märchen "Die Mondscheinpferde" und "Der Prinz der Meerjungfrauen". Für die dritten und vierten Klassen präsentierte die Erzählerin "Prinzessin im blauen Kristall" und "Das schwarze Einhorn". Es waren fantastische und zugleich lehrreiche Märchen, in denen die inneren Werte wie Güte, Gerechtigkeit, Hilfe, Mitleid und Großzügigkeit zählten. Die Märchenfee mit dem Künstlername Alex Zane begeisterte alle Kinder. Die Kleinen mussten sie anfassen und waren felsenfest davon überzeugt, dass sie wirklich zaubern konnte. Sie erzählte sehr lebendig, schlüpfte
in jede Rolle, spielte die Freude und Verzweiflung der handelnden Personen und begeisterte durch ihre wunderschönen Feen-Kostüme, bei denen alles dabei war: goldene Schuhe, zarte Flügel, ein sehr schönes, zartes und weich fallendes Kleid mit großartigen Stickereien und selbstverständlich einen Zauberstab. Für alle Kinder war es ein unvergessliches Erlebnis.

 

Seite 2 von 3

Go to top